Wertentwicklung von Münzen

Wer sich mit dem Thema Münzsammlung beschäftigt, der fragt sich früher oder später, wie die Wertentwicklung von Münzen bestimmt wird. Gibt es Münzen, die stetig im Wert steigen? Oder ist es auch möglich, mit einer Investition einen nennenswerten Verlust einzufahren?

Welche Münzen gewinnen an Wert?

Generell wird die Wertsteigerung einer Münze durch zwei Komponenten bestimmt:

  • Materialpreis
  • Nachfrage

Möchte man über den Kauf einer Münze die positive Preisentwicklung von Edelmetallen in einer eleganten Form sichern, dann muss hier natürlich genau hingeschaut werden. Denn es gibt durchaus Münzen, die zwar sehr elegant aussehen, jedoch lediglich mit einem geringen Anteil von Edelmetallen gefertigt sind. Die Krügerrand sind ein perfektes Beispiel für hochwertige Münzen, die rein aufgrund der Materialwahl an Wert gewinnen werden. Aus Gold gefertigt, steigt der Preis der Münze mit dem Preisanstieg für Gold stetig an.

Hinweis

Obwohl Gold in den vergangenen Jahrzehnten recht stabil im Preis war, ist von einem zukünftigen Preisanstieg auszugehen. Vor allem in der Industrie kommt das Metall in immer mehr Bereichen zum Einsatz. Auch für die Fertigung von Nutzelektronik steigt die Nachfrage. Darüber hinaus stoßen immer mehr Produktionsstätten an die Grenzen der „einfachen“ Goldgewinnung – was die Produktionskosten und damit die Verkaufskosten ansteigen lässt.

Eine weitere Wertsteigerung wird für Münzen durch eine steigende Nachfrage gesichert. Je seltener eine Münze dabei ist, und je höher das Interesse an der Münze, umso schneller wächst der Wert der Münze. Da dies nur schwer hervorzusehen ist, kann man für ein geringes Verlustrisiko auf klassische Sammelmünzen setzen. Ein gutes Beispiel sind die Sonderprägungen der 5-Euro-Münze. Aus einem einfachen Kupfer-Nickel-Polymer gefertigt, ist der Materialpreis wenig von einer Wertsteigerung betroffen. Die geringe Auflage der speziellen Münze und die im allgemeinen sehr hohe Nachfrage machen die Münze aber zu einer guten Anlageoption. Wer hier Interesse hat, der kann unter https://www.5-euro-muenze.com/ bereits jetzt eine Vorbestellung für die nächste Prägung in 2018 aufgeben.

Hype-Münzen bergen großes Risiko

Wird eine Sonderprägung zu einem speziellen Anlass ausgegeben, schießen die Preise nicht selten weit vor dem Verkaufstart in die Höhe. So ist es zum Beispiel mit der Sonderprägung zur Deutschen Wiedervereinigung gewesen. Damals gingen die Münzen zum Teil für mehr als 10.000 Euro über den Tisch. Heute ist die Nachfrage jedoch enorm gefallen. Die Münzen haben derzeit einen Verkaufswert von weniger als 7000 Euro. Im Zuge der momentanen DDR-Nostalgie scheinen sie jedoch wieder ein wenig im Preis anzuziehen.

Die Münze zur Wiedervereinigung zeigt klar auf, dass es nicht unbedingt klug ist zu investieren, wenn die Nachfrage am höchsten ist. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass der Preis in Zukunft abfallen wird, ist einfach sehr hoch.

Fehlprägungen und Besitzzertifikate

Sammler legen Wert darauf, ganz besondere Stücke in ihrer Kollektion zu haben. Fehlprägungen können daher oft mehr einbringen also die korrekten Prägungen der gleichen Münze. Ein falsches Bild oder eine verdrehte Zahl, und schon wird aus einer ordinären Münze ein echtes Sammler-Highlight. Auch Besitzzertifikate können einen Unterschied machen. Lässt sich offiziell nachweisen, dass eine Münze zum Beispiel über eine lange Zeit in einem adligen oder königlichen Familienbesitz war, kann dies ein paar Euro auf den Preis aufschlagen.

Geduldig sein

Gut Ding will Weile haben – eine Weisheit, die auch für das Sammeln von Münzen gültig ist. Denn eine kleine Investition heute kann sich in 25 Jahren durchaus auszahlen. In der Zwischenzeit gilt es, geduldig zu bleiben. Der frühzeitige Abverkauf von Münzen wird ein paar Jahre später schnell zu einem Ärgernis über die verlorene Gewinnmöglichkeit.

Das gilt sowohl für die Wertentwicklung der Edelmetalle als auch für das Thema Nachfrage. Denn selbst Münzen in einer großen Auflage gewinnen im Laufe der Zeit auf ganz natürlichem Weg an Interessenten. Sind zur Erstauflage zum Beispiel noch 100.000 Münzen frei verkäuflich, gehen über die Jahre immer mehr verloren. Sie landen vergessen in Schubladen oder gar im Müll. Das Angebot zwischen Münzanzahl und Nachfrage verschiebt sich also von ganz allein in die richtige Richtung.